Wer war Madame Lenormand?

Marie-Anne Lenormand. Die große Wahrsagerin des 19. Jahrhunderts. Berühmt und berüchtigt im Paris des 19. Jahrhunderts. Sie begann ihre Karriere als kleine Kartenlegerin in Alecon in Frankreich.
Jedoch hat sie über die Jahre die richtigen, nützlichen Leute beraten. So wurde sie berühmt und beriet Jahre später das französische Königshaus.

Marie-Anne Lenormand

Marie-Anne war von Kindheit an hellsichtig und interessierte sich mit fortschreitendem Jugendalter für das Kartenlegen, Geisterbeschwörung und alles Okkulte. Sie lernte auch, Menschen anhand äußerer Merkmale zu analysieren. Sie konnte dadurch Rückschlüsse auf die Persönlichkeit einer Person bekommen, wenn sie sie nur erblickte.
Dafür analysierte sie seine Schädelform, seine Gesichtszüge und seine Handinnenflächen.
Auch die Astrologie und die Kabbala waren ihr nicht fremd. Die Liste ihrer wahrsagerischen Fertigkeiten war lang …Sie war eine wirklich bemerkenswerte und sehr belesene Dame.

Aber jetzt wird's spannend!

Die Lenormandkarten 
sind gar nicht von Madame Lenormand!

Sie selbst legte die Skatkarten und das Etteilla-Tarot-Deck. 2 Jahre nach ihrem Tod im Jahr 1845 wurde das erste Orakeldeck veröffentlicht, das nach ihrer Person benannt war.
Aber auch dieses hat mit den heutigen 36 Lenormandkarten nicht viel gemein. 

Erst im Jahre 1850 erschien das erste "Petit Lenormand" mit 36 Karten. Die Symbole der Karten gehen allerdings auf ein Gesellschaftsspiel aus dem Jahr 1800 zurück.
Dieses trug den Namen: Das Spiel der Hoffnung.
Es gibt Gerüchte, dass man dieses Gesellschaftsspiel
im Nachlass von Mademoiselle Lenormand fand. 

Die Phantasie tat bestimmt ihr Übriges dazu, dass man davon ausging, sie habe mit dem Spiel ebenfalls Wahrsagungen durchgeführt. Wissen kann man es nicht. Aber ich bin überzeugt davon, dass Marie-Anne uns seitdem aus der Ferne beobachtet
und das Petit Lenormand ganz bestimmt grandios findet.